[Autoreninterview] Martina Riemer

20491002Es ist soweit!
Das „Baby“ einer lieben Freundin und Bloggerin hat nun offiziell das (Amazon-) Licht der Welt erblickt! Hier könnt Ihr das Buch genauer unter die Lupe nehmen (und KAUFEN!!). Ich hatte das Glück schon früh in das Buch schnuppern zu können und es war sehr spannend, den Weg zu verfolgen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass das Buch die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient!

Inhaltsangabe:

Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz.
Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennengelernt hat, bekommt sie das beklemmende Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Zusätzlich jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein, bis sich Vic nicht mehr sicher ist, ob sie verrückt wird oder ob tatsächlich etwas vor sich geht. Bald verliert sich Vic in dem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält? Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?

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Martina hat sich freundlicherweise bereit erklärt ein paar Fragen zu beantworten.

  • Besonders gut hat mir die Atmosphäre von Glasgow und der schottischen Küste gefallen. Bist Du selbst schon einmal in Glasgow gewesen?7752383
    Nein, leider noch nicht bin ich noch nicht direkt in Glasgow gewesen. Bisher war ich nur zwei Mal in England in London und einmal an der Küste im Süden. Aber die Gegend in den Highlands hat mich schon immer fasziniert mit den weitläufigen, satten Hügeln und dem peitschendem Wetter an den Klippen. Einfach toll zum Träumen und zum Ausdenken von Geschichten. Statt selbst dort gewesen zu sein, habe ich viel mit Google Maps gearbeitet und bin sozusagen über das Internet die Strecken ‚abgegangen‘. 😉
  • Wie würdest Du selbst das Genre bezeichnen? Wie stellst Du Dir die Hauptzielgruppe vor?
    Schwierig, das es nicht vollständig nur in eine Schiene einzuordnen ist. Es ist zum Teil New Adult Contemporary Romance. Aber nicht nur, denn dafür ist es an manchen Stellen zu düster und mysteriös mit den Frauenmorden und dem Verfolger. Aber als Thriller kann man es auch nicht bezeichnen, das doch die Gefühle und die Liebe im Vordergrund stehen. Wenn mich Freunde fragen, sage ich immer ‚eine mysteriöse Liebesgeschichte für etwas erwachsenere Jugendliche‘ – das ist meiner Meinung nach die einfachste Einordnung.
  • Wer ist Dein liebster Charakter im Buch und warum?
    Eigentlich ist das Rafael, weil ich ihn einfach toll finde und er der romantische Held der Geschichte ist, der das Herz von Vic – als auch dem Leser – erobern soll. Aber ich muss sagen, dass ich auch Stew sehr gerne haben. Er ist der beste Freund von Vic und bei ihm mag ich sehr seinen Humor und ich muss jedesmal Schmunzeln, wenn ich an ihn denke. Stew ist zwar der Pausenclown und macht immer nur Witze, aber hinter seiner lustigen Fassade ist mehr, als man zu Beginn erahnt.
  • Gab es ein Kapitel, dass Dir beim Schreiben besonders gut gefallen hat und warum?
    Ich mochte das Kapitel im Park, als sie Rafael verfolgt haben, weil es zuerst eher spaßig beginnt, aber später auch die Annäherung von Rafael zeigt. Ich hoffe sehr, dass dem Leser an dieser Stelle auch etwas warm in der Bauchgegend wird. Mir geht es jedes Mal so, wenn ich diese Stelle lese.
  • Was war die größte Herausforderung beim Schreiben?
    Das schwierigste war für mich zu entscheiden, wie viel Information ich geben darf und was ich besser verheimlichen soll, sodass sich der Leser noch auskennt, um was es geht, aber nicht zu viel verrät, wodurch es spannend und interessant bleibt, bis am Ende dann die Auflösung kommt. Es kam mir manchmal so vor wie ein Seilakt, bei dem man genau die richtige Balance finden muss.
  • Gab es ein Bild/ Idee, die Dich inspiriert hat, Initialzündung? Was war zuerst da? Eine Idee zur Story? Das Setting oder die Charaktere?
    Zu allererst gab es die Szene oben am Sprungturm, als Vic und Rafael nicht miteinander reden dürfen. Diese Begebenheit habe ich – so klischeehaft es klingt – geträumt und es hat mich nicht mehr losgelassen. Dann haben sich die Charaktere deutlicher herauskristallisiert und sind mir immer wieder im Kopf herum gespukt, solange, bis ich mich hingesetzt und ihre Geschichte niedergeschrieben habe. Erst danach haben sich die Handlung und der weitere Verlauf gezeigt.
  • Wenn Du an die erste Idee zum Buch zurück denkst, wie nah ist das Endergebnis dann an der allerersten Idee?
    Ganz am Anfang wollte ich eigentlich eine Fantasygeschichte daraus machen, und zwar so, dass die Hauptfiguren aus zwei verschiedenen Welten kommen und deshalb nicht zusammen sein dürfen. Aber später habe ich bemerkt, dass das einfach nicht zu meinen Figuren passt und mich dann für eine Geschichte im Hier und Jetzt, ohne den ganzen Schnickschnack entschieden. Obwohl es nun doch anders geworden ist, als zuerst gedacht, bin ich dennoch zufrieden mit dem Endergebnis.
  • War der Verlauf genau durchstrukturiert oder hat sich vieles beim Schreiben ergeben?
    Das hier war mein erstes Manuskript und damals habe ich einfach nur drauf los geschrieben, weil ich es nur für mich geschrieben habe und nicht vorhatte damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Daher ‚nein‘, der Plot war vorher nicht genau durchgeplant und hat sich oft wie von selbst beim Schreiben ergeben. Wenn sich dadurch in der Handlung manchmal ein Hänger ergeben hat, habe ich einfach gewartet und eine Pause eingelegt, bis ich eine Lösung gefunden habe und dann wieder weitergeschrieben.
    Aber anders zu arbeiten – mit einem durchdachten Plotplan – ist viel leichter und genau das mache ich jetzt auch bei jeder weiteren Geschichte, auch wenn sich dort noch immer hin und wieder neue Wendungen oder Szenen ergeben.
  • Ich stelle mir den Autor/ die Autorin immer gerne bei der Arbeit vor. Also wann und wie schreibst Du? Tagsüber, Abends, Nachts? Am Schreibtisch oder auf der Couch? Musik? Liebstes schreibbegleitendes Getränk? Knabberei?
    Das wüsste ich auch gerne – wie das VollzeitAutoren so machen!? ^^
    Bei mir sieht es so aus, dass ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, dann etwas esse, während ich nebenbei lese. Danach kommt oft ein wenig Sport und erst danach, also am Abend, setzte ich mich an den Laptop um zu schreiben. Am liebsten an den Schreibtisch im Schlafzimmer, da es dort am bequemsten ist, wenn man längere Zeit schreibt.
    Getränke dazu: am besten Apfelschorle. Oder wenn ich an den Wochenenden schon am Vormittag schreibe, trinke ich mindestens zwei Tassen Kaffee.
    Knabberei gibt es oft keine… vergesse in dieser Zeit eher auf das Essen, also an den Wochenenden. Dann muss mich mein Partner immer daran erinnern, dass Mittag schon lange vorbei ist und wir etwas essen sollten 😉
    Musik höre ich ganz, ganz leise im Hintergrund, da ich es nicht leiden kann, wenn absolute Stille herrscht, weil ich mich dann am wenigsten konzentrieren kann. Entweder ich höre Birdy, Ed Sheeran, Thomas David, Lifehouse (vor allem beim Schreiben von ‚Glasgow RAIN‘), … und weitere Liebeslieder. Oder ich höre eine Internetseite, die KaffehausSound präsentiert – man hört dort leichtes Stimmengewirr, das Scheppern von Porzellan oder das Geräusch, wenn jemand den Stuhl verschiebt. Dieser Sound funktioniert am Besten.
  • Welche Schauspieler wären Deine Traumbesetzung für Dein Buch?
    Nicht gerade Schauspieler, aber natürlich habe ich in den Weiten des Internets nach Gesichtern gesucht, die meinen Figuren entsprechen. Für Rafael war sofort das Model Marlon Teixeira meine erste Wahl. Hier meine ich seine jungen Jahre, als er noch nicht soo lange Haare hatte. ^^ Das gleiche ist mit Vic – hier würde ich die junge Jessica Simpson sehen, als sie noch nicht so bekannt war.
  • Dein erstes veröffentlichtes Buch! Schreiben, Verlagssuche und Korrekturen waren sicher ein Abenteuer. Gab es eine herausstechende Sache, die Du dabei gelernt hast und mit uns teilen möchtest?
    Das Schreiben ist wie alles andere im Leben ein Prozess und vor allem auch Übungssache. Ich habe beim Schreiben selber gelernt, mich verbessert und hoffentlich gesteigert. Aber nicht nur durch das Schreiben, sondern auch durch Buchratgeber oder durch die Hilfe meiner Testleser, die mich auf Fehler oder Logiklücken aufmerksam gemacht haben. Was ich sonst noch gelernt habe? Ich muss zugeben, dass ich rückblickend nicht weiß, ob ich noch einmal den Weg des self-publishing machen würde. Es wartet so viel Arbeit auf einem, sobald das geschriebene Buch fertig ist und damit meine ich nicht, das Ausbessern, Korrektur lesen und dergleichen. Sondern schlichte Sachen wie den Buchsatz setzen oder andere Fragen, wie zb.: „Wie wandle ich das Buch (Word) in eine epub Datei um?“ – was ich übrigens noch immer nicht weiß. ^^
    „Wer macht das Cover?“
    „Wie viel kann ich mir für ein Lektorat leisten?“ usw. usf.
    Daher muss ich gestehen, dass man beim Selbstpublizieren auf ein hartes Business stößt, das manchmal gnadenlos sein kann und einem oft an die eigenen Grenzen bringt. Dadurch habe ich zwar gelernt durchzuhalten, nicht zu schnell aufzugeben und verbissen zu sein, bei dem, was mir wichtig ist, aber es ist auch anstrengend und fordert einen. Doch zum Glück gibt es viele andere Indie-Autoren, die einem immer mit einem offenen Ohr hilfreich zur Seite stehen. Ein herzliches Dankeschön auf diesem Wege!
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