[Review] Jennifer Brown: Perfect Escape

12805941Kendras Leben wird durch den an Zwangsstörungen leidenden Bruder Grayson bestimmt, ihre Reaktion darauf ist, möglichst perfekt zu sein, vor allem in der Schule notfalls mit Betrug. Ihr Kartenhaus droht einzustürzen, als ihre Schummelei in der Schule auffliegt und in ihrer Panik flieht sie mit dem schlafenden Bruder auf dem Beifahrersitz in Richtung Kalifornien.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, vor allem Grayson war toll! Seine Schrulligkeit und sein Humor kommen wunderbar rüber. Mit Kendra bin ich leider nicht wirklich warm geworden, zunächst konnte ich ihre Handlungen und ihre Logik kaum nachvollziehen und im weiteren Verlauf nerven ihre inneren Monologe voller Analysen und Erkenntnisse ganz gewaltig. Natürlich sollten in einem Roadtrip Buch auch die Charaktere innerlich an ein „Ziel“ gelangen, aber hier wirkt alles so langatmig aufgesetzt und unecht auf mich.

Teilweise werden Lösungen für Spannungsbögen etwas zu bequem aus dem Hut gezaubert.

Gut hat mir auch gefallen, dass es keine Liebesgeschichte gab, sondern dass die Beziehung der Geschwister im Mittelpunkt stand.

Insgesamt aber ein richtig nettes Buch, das sich gut und schnell lesen lässt und das nicht so emotional aufwühlend ist wie „Hate List“ von derselben Autorin. Dabei ist es aber absolut nicht oberflächlich, sondern setzt sich mit der Wirkung von psychischen Krankheiten auf die Angehörigen auseinander.3-sterne-schw

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