[Review] Richard Harland: Worldshaker

worldshaker-9783423715188Die Geschichte spielt in einer alternativen Gegenwart, in der die Kontinente weitgehend unbewohnbar sind und die Menschheit in riesigen  Dampfschiffen um die Erde reisen, die auch landtauglich sind. Es herrscht eine Monarchie auf der Worldshaker, aber die eigentliche Macht hat der Kapitän, der seinen Enkel zu seinem Nachfolger machen will. Cal ist begeistert, aber als er eine der Filthies, die die ungebildete Unterschicht an Bord darstellen, kennenlernt, öffnet sie ihm die Augen über die unwürdigen Zustände, unter denen diese Schicht lebt und Cal beginnt alles, an das er bislang glaubte, in Frage zu stellen.

Die Idee klang toll und sie hatte auch wirklich Potenzial, aber die Umsetzung verlief leider auf einem extrem kindlichen Niveau. Die Charaktere sind schablonenhaft und oft wie eine Karikatur hoffnungslos überzeichnet. Der Held der Geschichte ist 16, aber die Zielgruppe des Humors und der allgemeinen Ausarbeitung scheint mir deutlich jünger zu sein. Die Macht der Oberschicht ist mir viel zu platt dargestellt, es gibt keine moralischen Grautöne oder Fragen. Nur „richtig“ und „hoffnungslos falsch“.

Die Liebesgeschichte hat mich leider gar nicht angesprochen. Er ist mir zu treudoof verliebt und sie ist mir zu zickig, als dass ich wirklich mitfühlen könnte.

Ich fand es auch schwierig, die Welt wirklich zu verstehen, dass alles ein viktorianisches Flair hat und die Regenten Victoria und Albert heissen, hat mich zusätzlich verwirrt, da die Geschichte etwa in unserer Zeit spielt. 2-sterne-schw

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