[Rezension] Kiera Cass: The Selection

10507293Wir befinden uns in einer nicht näher definierten Zukunft, in der aus den Vereinigten Staaten (oder einem Teil davon) ein Königreich mit einem Kastensystem wurde und der Prinz in einer Art Reality-Show seine zukünftige Frau auswählt. 35 junge Frauen werden eingeladen, um im Schloss zu leben, während nach und nach einige Kandidatinnen ausgesiebt und nach Hause geschickt werden. America wird von ihrer Mutter und ihrem Freund, der aus einer niedrigeren Kaste als sie selbst stammt dazu gedrängt, sich zu bewerben und wird tatsächlich ausgewählt. Sie willigt ein, als sie hört, dass ihre Familie großzügig entlohnt werden wird, solange sie in der engeren Auswahl ist.
Maxon, der junge Prinz, erweist sich als viel weniger steif, als America angenommen hatte und die beiden fassen schnell Vertrauen zueinander.

Die Gründe, warum aus den Vereinigten Staaten das Königreich Illea wurde, bleiben lange völlig im Dunkeln und als es dann angesprochen wird, wird dem Leser die Geschichte uninspiriert vorgesetzt.
Die Charaktere sind langweilig und altbekannt, vor allem die Nebencharaktere sind stereotype Abziehbilder ohne Tiefgang und die Geschichte wirkt, als hätte man sie aus The Hunger Games, The Bachelor, Wither und Miss Undercover schlecht zusammen gemischt. Das Tempo wirkte auf mich zum Teil überhastet und zum Teil ziehen sich Passagen endlos hin, ohne dass die Geschichte nennenswert voran gebracht wird.

Das Ende ist völlig unbefriedigend. Der Wettbewerb läuft noch, die ständige Gefahr von Rebellen, die den Palast angreifen, besteht weiterhin und auch die Liebesgeschichte ist mehr als offen.1-stern-schw

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3 Antworten zu “[Rezension] Kiera Cass: The Selection

  1. Hui, nachdem ich sonst immer nur Lob über dieses Buch gelesen habe, gibt es nun endlich auch mal eine negative Kritik. Vielen Dank für deine Einschätzung. Ich hoffe, dass ich mir bald selbst ein Bild von diesem Roman machen kann.

  2. Das ist ja ein vernichtendes Urteil. Ich wollte diese Reihe eigentlich noch lesen. Vor allem die Cover haben es mir angetan, wie das eben manchmal so ist. Aber auf ein Abziehbild der Panem Romane habe ich keine Lust.
    Nach so vielen begeisterten Stimmen zum Buch, kann ich sicher nicht anders als meine Leseprobe durch zu schmökern. Sollte sich an dieser Stelle allerdings schon abzeichnen, dass ich Dir nach der Lektüre des Buchs zustimmen könnte, werde ich das Buch wohl nicht kaufen.
    Ich hoffe Dein nächster Roman wiegt die Enttäuschung mit diesem hier wieder auf.

    LG, Katarina 🙂

  3. Der zweite Teil hat mir dann erstaunlicherweise ziemlich gut gefallen https://buchundfoto.wordpress.com/2013/04/24/rezension-kiera-cass-the-elite-the-selection-2/. (Ich hatte The Selection schon vor etwa einem Jahr gelesen, die Rezi aber nie auf den Blog übernommen und das jetzt nachgeholt.)
    Ich denke, wenn ich die Trilogie in einem Rutsch gelesen hätte, hätte sie mir schon besser gefallen. Für mich ist es der Edelsteineffekt (da habe ich glücklicherweise alles nacheinander lesen können.): Im Grunde wird eine einzelne Geschichte mutwillig in mehrere Teile geteilt.
    Die stereotypen Charaktere… da kann man nichts schön reden ;-). Aber da so viele auch das erste Buch gerne mochten, hat vielleicht einfach die CHemie zwischen mir und dem Buch nicht gestimmt…

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