[Rezension] Kurt Vonnegut: Slaughterhouse V

8704823Billy Pilgrim ist Zeitreisender, während des Romans springt er in der Zeit vor und zurück, so werden nach und nach Szenen seines Lebens für den Leser lebendig. Seine von ihm nicht zu kontrollierenden Zeitreisen drehen sich vor allem um seine Zeit als Kriegsgefangener im 2. Weltkrieg in Dresden, wo er in einem Schlachthof gefangen gehalten wurde, einen Flugzeugabsturz, den er überlebt hat, den Tod seiner Frau und eine Entführung durch Außerirdische, die in der Lage sind, in 4 Dimensionen zu sehen und zu denken und so jeden Moment willkürlich besuchen können, aber auch einen Fatalismus pflegen, der darin gipfelt, dass sie wissen, dass das Universum durch ein Missgeschick eines Piloten zerstört werden wird, aber keine Veranlassung darin sehen zu intervenieren.

Das Buch hat mir gut gefallen, die wilde Reise durch Zeit und Raum verlangt dem Leser einiges an Aufmerksamkeit ab, die Fragen zu Schicksalsgläubigkeit, freien Entscheidungen und der Grausamkeit des Krieges sind spannend. Immer wieder lockert Vonnegut die Geschichte mit skurrilen Momenten auf, was mir gut gefallen hat.

Die erzählerischen Kniffe wie der Blick auf die Menschheit aus der Sicht von Außerirdischen, die Zeitreisen, mit denen mosaikhaft das Leben Pilgrims erzählt wird fand ich spannend und die Fragen zu freiem Willen vs. Schicksalsgläubigkeit sind zeitlos. 4-sterne-schw

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s