[Rezension] Lynn Raven: Blutbraut

Lucinda ist seit Jahren auf der Flucht vor Joaquin, einem Vampir, der sie zu seiner Blutbraut machen will, also seiner menschlichen Gefährtin, deren Blut er trinkt und die er im Gegenzug mit seinem Blut stärkt. Gerade, als sie dabei ist, sich in Chris zu verlieben, muss sie erkennen, dass er Joaquins Bruder ist, und sie nur ausfindig gemacht hat, um sie zu ihm zu bringen. Lucinda erfährt, dass Joaquin kurz davor steht, vom Vampir zum Nosferatu zu werden, einem willenlosen Diener, und nur ihr Blut, sofern sie es ihm aus freien Stücken überläßt, kann den Prozess stoppen.

Manchmal klaffen Idee und Umsetzung eines Buches so weit auseinander, dass es weh tut. Ich mochte die Welt der Vampire und Nosferatu, die die Autorin entwirft. Auch die Idee einer „Blutbraut“ fand ich spannend und vielversprechend. Leider ist das Buch für die erzählte Geschichte mit seinen 740 Seiten einfach zu lang, oft drehen sich Handlung und Gedankenwelt der Protagonistin quälend lange im Kreis. Die Protagonistin wirkt naiv und langweilig, ihre Gedanken, die einen Großteil der Geschichte begleiten, haben wenig erhellendes. Die große Frage, mit der sie sich ca 700 Seiten lang herumschlägt, nämlich ob sie eine „Blutbraut“ werden soll, ist im Grunde nicht nur durch den Titel für den Leser ebenfalls schon von Anfang an weitgehend beantwortet.
Die Wortwahl ist erschreckend limitiert und redundant. Oft hatte man das Gefühl einen unlektorierten Rohentwurf zu lesen, dem nicht nur der „letzte“ Schliff fehlte.

Advertisements

2 Antworten zu “[Rezension] Lynn Raven: Blutbraut

  1. Ojie, die Rezi sagt ja alles was anscheinend zu dem Buch zu sagen ist 😦
    Und nur zwei Sterne – somit kann ich das Buch ohne Nachzudenken löschen von meiner eventuell-Leseliste 🙂
    Danke für die Rezi, hat mir weiter geholfen.

  2. Schon als ich das Buch in die Hand genommen habe, war mir klar: das wird eine harte story, an der ich sehr lange zu knabbern habe. Nun ja, eine Woche^^

    Die Kritik oben genannt ist meiner Meinung nach absolut wahr.
    Manchmal wollte ich den fetten Schmöker einfach nur in die Ecke oder aus dem Fenster schmeißen, weil die Gedankengänge und Dialoge einfach nur ermüdend waren. Der Hauptcharacter war nervtötend naiv und kam kaum mit der Handlung mit. Viele Szenen, meist unbedeutend, wurden viel zu sehr ausgeschmückt und am Höhepunkt, der mir übrigens etwas „lahm“ vorkam) habe ich mir nur gedacht:
    Endlich ist es vorbei.
    Wobei ich zugeben muss, dass der Anfang mir sehr vielversprechend erschien.
    Leider konnte er das, was versprochen wurde, nicht halten.
    Deswegen empfehle ich das Buch nicht weiter, tut mir leid. Wer es aber trotzdem lesen möchte; ich habe nichts dagegen.
    Die Grundrisse waren gut gelungen, die Geschichte selbst jedoch, wie schon gesagt: ermüdend. Ich möchte fast sagen langweilig.
    Bisher ist das einer der schlechtesten Romane, die ich von Lynn Raven gelesen habe – andere wie zb. Kuss des Dämons sind aber wirklich gut gelungen und absolut lesenswert.
    Oh mann, das war … richtig Kritik.
    Aber das ist kein Verbot, dieses Buch zu lesen, es ist eure Entscheidung.

    LG, bittersweet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s