[Rezension] Rebecca Lim: Exile (Mercy #2)

Mercy findet sich im Körper von Lela, einer jungen australischen Kellnerin wieder, deren Mutter im Sterben liegt. Dabei steht sie einer “exotischen Tänzerin” zur Seite, die von ihrem Exfreund belästigt wird und einen neuen Anfang machen möchte. Sie kann sich zunächst nur bruchstückartig an ihre Zeit als Carmen erinnern, aber schon bald erinnert sie sich an Ryan und versucht ihn ausfindig zu machen. Einer der Stammgäste des Lokals, in dem sie kellnert, ist ihr dabei behilflich.

Als positiv habe ich empfunden, dass man sehr viel mehr über Mercys Herkunft erfahren hat und nun besser versteht, wie sie in ihre jetzige Lage gekommen ist. Außerdem mochte ich die bunte Runde der verschiedenen Charaktere (Gäste und Angestellte), die sich täglich in dem Lokal einfanden. Die Umgebung war wirklich ganz anders als in Teil 1, der in den USA an einer Highschool spielte, diesen Sprung fand ich interessant und spannend.

Mercy scheint mir ja eine clevere, mutige Frau zu sein, aber wie schon im ersten Band ist sie absolut blind gegenüber offensichtlichen Hinweisen für aufkommende Gefahren, und rennt blind in ihr Unglück, während dem Leser schon seit langem klar ist, was abläuft.

Es lag wohl in der Natur der Geschichte und der weiten Entfernung zum Schauplatz des ersten Bandes, dass Ryan erst relativ spät in Erscheinung tritt, aber ein paar diffuse Träume, 2 Chats und eine max. 5-minütige Umarmung, bevor er wieder weggeschickt wird, fand ich dann doch etwas dürftig.

Ich weiß nicht, wie glaubwürdig es ist, dass Mercy sich so gar nicht mit Computern auskennt. Mit anderen modernen Geräten kommt sie ja problemlos klar.

Die Geschichte der Kellnerin, in deren Körper Mercy steckt, fand ich auch nicht wirklich spannend. Interessant war sie vor allem als Bindeglied zwischen den anderen Charakteren.

Nach dem ersten Band, der mir bis auf Mercys zeitweise Blindheit für das Offensichtliche recht gut gefallen hatte, war der Folgeband eine herbe Enttäuschung. Band 3 werde ich aber dennoch in Angriff nehmen, weil mich interessiert, wie es mit Mercy weitergeht und ich hoffe, dass er wieder das Niveau des ersten Bandes erreicht. (Cover: Goodreads)

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2 Antworten zu “[Rezension] Rebecca Lim: Exile (Mercy #2)

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