[Rezension] William Sleator: House of Stairs

Fünf 16-jährige Waisen, die in einem dystopischen Amerika leben, finden sich ohne Vorwarnung in einem fantastisch anmutenden Gebäude wieder, das nur aus Treppen besteht, sie haben fliessendes Wasser und eine Grundmenge an Nahrung, die ihnen aber nur zugeteilt wird, wenn sie sich in einer bestimmten Weise Verhalten, zunächst sind es bestimmte Bewegungsabläufe, die mit Nahrung belohnt werden, später aggressive und gewalttätige Verhaltensweisen, zu denen sie mit Nahrung konditioniert werden, um sie zu willenlosen und brutalen Soltaten zu machen, die bedingungslos jeden Befehl ausführen.  Über die dystopische Welt, in der die Geschichte spielt, erfährt man relativ wenig. Bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch scheinen eine absolute Seltenheit zu sein. Es gibt wenige Priviligierte, wie den Präsidenten und ihm direkt unterstehende Beamte, während die Masse in Armut lebt.
Der Titel und der Schauplatz des Romans wurden von M. C. Escher inspiriert, bekannt für seine Darstellungen von geometrisch unmöglichen unendlichen Treppen und verdrehten Räumen.
Die Charaktere der Protagonisten sind extrem unterschiedlich und relativ flach gezeichnet. Die Geschichte ist recht kurz und wird mit hohem Tempo erzählt. Gefallen hat mir die Idee einer Konditionierung von Probanden und der Schauplatz der Geschichte. Ich hätte mir Charaktere gewünscht, die etwas mehr Tiefe haben und mehr über das Innenleben der Protagonisten während der Konditionierung. Insgesamt aber eine interessante und durchaus empfehlenswerte Geschichte. 

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