[Rezension] Carlos Ruíz Zafon: Der Schatten des Windes

Zafón kreiert eine wunderbar bunte und lebendige Welt, in der man schnell versinkt. Die Geschichte ist herrlich, wenn auch mit etwas zu krampfhaft positivem Ende. Die düstere Stimmung über Barcelona und der Geschichte ist wirklich wunderbar gezeichnet. Im direkten Vergleich hat mir “Das Spiel des Engels” etwas besser gefallen, weil das eher seltsame Ende einfach besser zur Stimmung passt, die Zafon erschafft, und man sich nach der Lektüre noch viel länger mit der Geschichte beschäftigt.
Die erste Hälfte wirkt etwas langatmig und redundant, aber dann nimmt die Geschichte Fahrt auf, und man erkennt, dass die Gespräche und Geschichten, die in der ersten Häfte ans Licht kamen, in der Gesamtgeschichte Sinn machen und den notwendigen und spannenden Hintergrund liefern, wenn die Geschichte wirklich in Fahrt kommt.
Die Frauenfiguren sind allesamt eher flach und passiv gezeichnet, was schade ist.
Insgesamt ist “Der Schatten des Windes” ein wunderbarer Schmöker, der mich einiges an Schlaf gekostet hat, und den ich wirklich empfehlen kann.

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