[Rezension] Monika Feth: Der Erdbeerpflücker

Jettes Freundin Caro ist schwer verliebt, erzählt aber so gut wie nichts über ihren neuen Freund. Anscheinend hat er ihr verboten über ihn zu sprechen, was Jette schon mal hellhörig macht.

Nachdem Caro dann ermordet aufgefunden wird, entdeckt sie eine Reihe kryptischer Gedichte, die Caro verfasst hat, die aber wenig über die Identität ihres Freundes und Mörders verraten. Trotzdem versucht Jette neben der Trauerbewältigung herauszufinden, wer Caros mysteriöser Freund war. Der Klappentext verrät uns schon, dass er sich ihr gleichzeitig als Freund nähert, nachdem sie öffentlich Rache gschworen hat.

Die Geschichte wird aus Jettes Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, aber die Erzählung springt von Ihr zu ihrer Mutter, dem Mörder und dem Kommissar.

Jette und ihre Freundinnen sind 18, das Buch ist aber laut Angabe im Buch für 14-15-jährige Leser ausgewiesen. Vielleicht erklärt das, warum den Lesern der eigentliche Showdown vorenthalten wird. An der spannendsten Stelle bricht die Erzählung ab und wir lesen einen Zeitungsbericht über die Festnahme des Mörders. Da wir zudem auch von Anfang an die Identität des Mörders kennen (der „Erdbeerpflücker“), fehlt auch da ein gewisses Maß an Spannung.

Die Beziehung zwischen Jette und dem Mörder wird ziemlich uninspiriert und viel zu oberflächlich und schnell erzählt. Laut der Inhaltsbeschreibung hatte ich eigentlich erwartet, dass diese Beziehung der eigentlich spannende Teil wäre. Sich in den Mörder der besten freundin zu verlieben, ohne es zu ahnen. Auch klang es so, als ob die Recherche von Jette, selbst Tochter einer sehr erfolgreichen Krimiautorin, im Vordergrund stehen würden, was definitiv nicht so ist. Die eigentliche Ermittlung läuft extrem reibungslos.

Insgesamt war ich sehr enttäuscht, die letzten Seiten sind zwar sehr spannend, aber wie gesagt bricht die Erzählung ab, wenn es am spannendsten wird. Die Autorin versucht die Geschichte aus allen Perspektiven zu erzählen, auch as der des Mörders, aber irgendwie bleibt alles zu seicht und einfach. 

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