[Rezension] Kazuo Ishiguro: Never let me go

Wir befinden uns in einer beklemmenden Zukunft, in der zum Wohle der Allgemeinheit, Menschen gezüchtet werden, um später deren Organe für Transplantationen zu entnehmen. Diese Spender wachsen in Internaten auf, ohne zu wissen, was ihr Schicksal für sie bereit hält.
Das Schicksal und das kurze Leben mehrerer dieser Spender wird beschrieben, während der Leser mehr und mehr über das System der Organspenden erfährt.
Teils beklemmend, teils melancholisch, oft mit einer fast poetischen Schönheit werden Momente im Leben der 3 Protagonisten beschrieben, die sich nicht gegen ihr Schicksal auflehnen, sondern versuchen, das Beste daraus zu machen.
Es geht um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und vor allem um die Frage, wie weit die Medizin gehen darf.
Vor allem hat mir die Balance zwischen Melancholie und Lebensfreude gefallen. Was mich allerdings ein wenig störte, war die Passivität, mit der die Spender ihr Schicksal abzeptieren.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, es ist wunderbar geschrieben und einige Bilder sind auch jetzt noch (ich habe es vor etwa 7 Monaten gelesen) sehr lebendig. 

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