[Rezension] Andrej Longo: Zehn

Zehn Kurzgeschichten, die in Neapel spielen. Zehn Schicksale von Menschen, die versuchen, inmitten des von der Camorra, der Mafia in Neapel, bestimmten Alltags, klar zu kommen. Der Verfall und die Korruption sind überall und das durchgehende Thema in den Geschichten.

Da ist der Vater, der weiss, dass die Camorra hinter ihm her ist, der mit seinem Sohn auf den Rummel geht die ständige Angst im Nacken, jeden Moment erschossen zu werden. Oder der aufstrebende Sänger, der sich an die Comorra verkauft, um Karierre zu machen. Oder der Junge, der davon träumt, ein anständiges Leben zu führen, wie er es seiner Mutter immer wieder verspricht, der Träume hat, und dann doch vom lokalen Mafiaboss angeworben wird.

Die Themen der Geschichten orientieren sich an den 10 Geboten, die auch die Titel der Geschichten sind. Natürlich wird gegen sie alle verstossen und das im katholischen Italien.

Die Sprache ist einfach, aber eindringlich, sehr angenehm zu lesen. Die Geschichten gehen unter die Haut und werfen Schlaglichter auf das Leben in Neapel, die Allgegenwärtigkeit des Verbrechens. Den Kampf des einzelnen, trotz allem ein gutes Leben zu führen.

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